RASCI ist eine Methode zur eindeutigen Klärung von Verantwortlichkeiten in Projekten und Organisationen. Für jede Aufgabe oder Leistung wird festgelegt, welche Rolle welche Art von Zuständigkeit trägt: dargestellt durch fünf Buchstaben, die jeweils eine klar definierte Art der Beteiligung beschreiben. Ziel ist es, Missverständnisse, doppelte Zuständigkeiten und unklare Entscheidungswege von vornherein auszuschließen.
Die Rolle, die die Aufgabe tatsächlich operativ ausführt oder die Arbeit erledigt. Es kann mehrere "R" pro Aufgabe geben, wenn mehrere Personen oder Abteilungen gemeinsam an der Umsetzung arbeiten. Diese Rolle liefert das Ergebnis, trägt aber nicht zwingend die Rechenschaftspflicht dafür gegenüber Dritten.
Die Rolle, die die Gesamtverantwortung für das Ergebnis trägt und das letzte Wort hat. Sie muss gegenüber Vorgesetzten, Kunden oder anderen Stellen Rechenschaft ablegen, wenn etwas schiefläuft, und sie entscheidet, wann eine Aufgabe als erledigt gilt. Ganz entscheidend: Pro Aufgabe darf es genau eine Accountable-Rolle geben. Mehrere "A" führen zu Verwässerung der Verantwortung, kein "A" bedeutet, dass niemand wirklich geradesteht, wenn es Probleme gibt.
Die Rolle, die bei der Umsetzung mitarbeitet oder Ressourcen, Zuarbeit oder praktische Hilfe beisteuert, ohne selbst die operative Hauptverantwortung zu tragen. Support-Rollen sind wichtig für die Durchführung, stehen aber nicht im Zentrum der Aufgabe.
Die Rolle, die vor einer Entscheidung oder während der Bearbeitung um fachlichen Rat gefragt wird. Es handelt sich um eine zweiseitige Kommunikation: Es wird ein aktiver Dialog geführt, Rückmeldungen werden eingeholt und fließen in die Entscheidung ein, bevor diese final getroffen wird.
Die Rolle, die über den Fortschritt oder das Ergebnis in Kenntnis gesetzt wird, aber nicht aktiv in die Entscheidung oder Ausführung eingebunden ist. Es handelt sich um eine einseitige Kommunikation nach getroffener Entscheidung oder Abschluss der Aufgabe: informieren, nicht als aktive Mitentscheidung.